Gruß geschrieben!


Wo wenig mehr ist und 100% nicht alles Drucken E-Mail
Geschrieben von: Pfarrer   
Donnerstag, den 31. Mai 2012 um 19:12 Uhr

Wo wenig mehr ist und 100% nicht alles

Liebe Christen,

„100 % Arabica“ - Kaffee wird seit einigen Jahren mit dieser Aufschrift beworben. Ob es am Wort „Arabica“ liegt, was womöglich verheißungsvoller klingt als „Robusta“, die andere wichtige Kaffeebohne? Wahrscheinlich liegt es eher an den 100 %. Das verspricht scheinbar reinen, hundertprozentigen Kaffeegenuss.

Nun ist es aber so, dass geschmackvoller Kaffee eine gute Mischung aus Arabica- und Robusta-Bohnen ist (etwa im Verhältnis 70 % zu 30 %). Machen Sie den Test! Jede gute Mischung wird Ihnen besser schmecken als 100 % Arabica. In Italien würden Sie niemals Kaffee mit 100 % Arabica zu trinken bekommen.

Aber bei uns in Deutschland wird es im Supermarkt beworben. Warum? Weil die Arabica-Sorte teurer ist als der Robusta-Kaffee. So tricksen die Kaffee-Firmen neben den Arbeitern, die den Kaffee ernten, auch die Käufer des scheinbar guten Kaffees aus.

Machen wir uns nichts vor: Man macht uns etwas vor, und wir glauben das. Stünde also im Supermarkt des Glaubens auf den Bohnen der Religionen „100 % Christentum“, dann wäre das für viele das Nonplusultra. Doch Vorsicht: Wie viele Menschen sind schon einmal 100-%-Christen gewesen und können heute überhaupt nicht mehr glauben. Luther wusste diese Problematik nach langer Auseinandersetzung mit sich selbst so zu beantworten, dass keiner ein 100-%-Christ ist. Wir sind alle sowohl Sünder als auch Gerechte.

Denn 100 % klingt nach Fehlerlosigkeit, nach absoluter Sicherheit, nach festem Streben, um sich das Reich Gottes zu verdienen.

Doch es ist ganz anders.

Es genügt schon ein klein wenig Sauerteig des Glaubens, um eine Menge Mehl der Welt zu einem leckeren Brot des Lebens werden zu lassen.

 

Ihr Pfarrer
Hans-Gerrit Auel

Das Gleichnis vom Sauerteig steht hundertprozentig in der Bibel, z. B. bei Lukas 13,20+21.

 
Erleuchtung zu Sonnenaufgang Drucken E-Mail
Geschrieben von: Pfarrer   
Freitag, den 30. März 2012 um 15:04 Uhr

Erleuchtung zu Sonnenaufgang

Liebe Christen,

einst endete das Markus-Evangelium überraschend: Die Frauen „gingen hinaus und flohen von dem Grab; denn Zittern und Entsetzen hatte sie ergriffen. Und sie sagten niemandem etwas, denn sie fürchteten sich.“ (Mk 16,8)

Was war passiert? Am frühen Ostermorgen waren sie am Grab gewesen mit der Sorge, wer ihnen den Stein vom Grabeingang wälze. Doch diese Sorge war umsonst. Das Grab ist offen, und ein Jüngling teilt ihnen mit, dass sie sich nicht entsetzen sollen; Jesus sei auferstanden. (Das tun die Engel so, wenn Gott uns begegnet: Sie sagen: Fürchte dich nicht! Denn wenn Gott uns nahe kommt, ergreift uns zunächst Furcht.)

Nach der Flucht der Frauen vom Grab wird der Leser also allein gelassen mit seinem Blick in das leere Grab. Er wird umso mehr allein gelassen, als dass von den Frauen gesagt wird, dass sie niemandem etwas gesagt haben. Nur der Leser teilt das Wissen der Frauen.

Und hier liegt der Sinn dieses ergreifenden abrupten Endes: Jeder Leser steht selbst vor dem offenen Grab und wird nach seinem Glauben gefragt. Gewiss: er kann weglaufen. Er kann es auch erklären und anpassen, wie es der im 2. Jahrhundert entstandene Nachtrag des Markus-Evangeliums (Mk 16,9-20) tut. Am besten jedoch, er bleibt ein Sich-Wundernder und fängt wieder an, das Markus-Evangelium zu lesen; denn das beginnt so: „Dies ist der Anfang der guten Botschaft von Jesus Christus, dem Sohn Gottes.“

Wir sehen: Um Markus zu verstehen, müssen wir die Verse, die nicht von ihm stammen, ausblenden. Was uns dann leuchtet, ist einleuchtend wie ein Sonnenaufgang, ja wahrhaft erweckend.

 

Frohe Ostern

wünscht Ihnen
Ihr Pfarrer

Hans-Gerrit Auel

 
Vom Wachsen und Abnehmen Drucken E-Mail
Geschrieben von: Administrator   
Freitag, den 27. Januar 2012 um 19:44 Uhr

Vom Wachsen und Abnehmen

Liebe Christen,

stellen wir uns einmal vor, ein Mensch käme in der dunkelsten Zeit des Jahres, zu Weihnachten, zum Glauben, weil er Jesus Christus als das Licht in der dunklen Welt erkennt. Er könnte dieses Licht nun wachsen sehen, nach Lichtmess noch viel deutlicher als zuvor.
Bald würde er feststellen, dass dieses Licht nicht einfach in einen strahlenden Frühling führt, sondern in eine Zeit, die an Leid und Schmerz nicht vorbeiführt.
Erneut wird dieses Licht die Dunkelheit erhellen müssen, nicht nur die dunklen Zeiten des Lebenslaufs, sondern sogar den Tod. Das Licht des Lebens, das Karfreitag untergeht, wird Gottes Sieg über den Tod verkünden, wenn es in der Morgendämmerung an Ostern aufgeht.
Dieses Licht wächst also nicht nur wie die Sonne, sondern es will uns sogar dann stärken, wenn wir zweifeln und schwach werden. Wie gerne möchten wir das annehmen und so, wie es Jesus uns sagt, selbst zum Licht der Welt werden - in der Nachfolge Jesu mit dem Heiligen Geist.
Doch am Ende dieser Aufwärtsbewegung steht Johannis, das Fest des Täufers, der uns sagt: Christus muss wachsen, ich aber muss abnehmen. Ohne Jesus sind die Worte der Propheten genauso wenig bedeutend wie die der Apostel. Immer wieder ist es wichtig, unser durch das Licht gestärkte Ich zurückzunehmen, damit er, Christus, in uns wachsen kann. Jedes Jahr aufs Neue!

Euer Pfarrer
Hans-Gerrit Auel

 
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