Gruß geschrieben!


Oh, du fröhliche ... Drucken E-Mail
Geschrieben von: Administrator   
Freitag, den 20. Dezember 2013 um 20:55 Uhr

Oh, du fröhliche ...

Liebe Christen,

was in manchen Schulen und Vereinen schon längst Schule gemacht hat, hielt jüngst auch Einzug in der Kirchengemeinde Erdfried-Altstadt. Die freundlichen Gespräche zwischen Kirchengemeinde und Sponsoren im Vorfeld des Krippenspiels am Heiligen Abend entschädigten für manche Sorgen rund um die baufällige Kirche.

Für jedes Gemeindeglied, das zum Krippenspiel in die Kirche käme, würde der Sponsorenpool der Kirche 50,- € geben, außerdem sollte jeder Gottesdienstteilnehmer am Ende reichlich beschenkt werden, jeder gleich - ob arm, ob reich. Im Gegenzug sollten im niedrigschwelligen Gottesdienst unterschwellige Kaufanreize gesetzt werden. Pfarrer Koopmann wusste mit dieser Situation umzugehen.

Zum Lied „Ihr Kinderlein, kommet“ wurde Schokolade für die Kleinen ausgeteilt.

Der Ausrufer der Volkszählung bat um Anmeldung und Austausch auf sozialen Netzwerken. Josef wurde vom Baumarkt ausgerüstet. Dem entsprechend wurde in der 3. Strophe des Liedes „Stille Nacht“ bei „o wie lacht“ das „w“ durch ein „b“ ersetzt.

Die Herbergssuche wurde so umgeschrieben, dass es einer Hotelkette ermöglicht wurde, auf ihre kostengünstigen Last-Minute-Angebote hinzuweisen. Und Maria bekam direkt nach der Geburt ein Paket mit Windeln, Ersatzmilch und ersten Gläschen zugesandt.

Die Hirten wurden furchtlos mit moderner Outdoor-Kleidung ausgestattet. Und die Engel bekamen Verstärkung. Zu den himmlischen Heerscharen sind noch ein paar Prinzessinnen und Feen mit beliebten Accessoires hinzugetreten.

Die Weisen aus dem Morgenlande waren mit Navigationsgeräten zu Gange. Als Sternendeuter,  wusste  der  Erzähler beiläufig hinzuweisen, würden sie sich mit Milchstraße, Mars und Saturn bestens auskennen. Die Schriftgelehrten schauten mit ihren Smartphones, was die gängigen Suchmaschinen wissen, während Herodes unerschrocken rezeptfreie Beruhigungstabletten schluckte.

Der Weihnachtsstern schließlich war vielen vom Rückspiegel auf der Autobahn bekannt. Und der Juwelier fertigte die Schätze der Weisen an.

Für den Bäcker wurde das tägliche Brot im Vaterunser betont und mit Bildern durch den Beamer um Leckereien erweitert. Und der Metzger bat bibelsicher um die Aufnahme der Weihnachtsgeschichte nach Johannes: Das Wort ward Fleisch. So wurde auch die Teewurst am Ausgang betitelt. Darunter stand: Frohes Fest, wobei das „s“ im Fe„s“t über ein anderes „t“ geschrieben wurde.

Bei so viel Optimismus einigte man sich darauf, dass es am Schluss beim „O du fröhliche“ dieses Mal heißen sollte: „gabenbringende Weihnachtszeit“ und „Welt ging nicht verloren“. Warum auch sollte die Welt verloren gegangen sein, wenn es für alle soviel zu gewinnen gibt?

Am Ausgang freuten sich alle, dass die Sponsoren die Kollekte übernommen haben und es ein Gewinnspiel gab: Wie heißt das Gebäude, in der dieser Gottesdienst stattgefunden hat: a) Kirche, b) Stall.

Viele waren sich nicht mehr ganz so sicher, aber sie gingen alle mit vielen Tüten und reich beschenkt nach Hause.

Der Nachtgottesdienst sei übrigens werbefrei, hatte Pfarrer Koopmann in den Bekanntmachungen (Werbeblock) betont. Es gebe Brot und Wein zum Abendmahl. Und man hatte erstmals das seltsame Bedürfnis, wissen zu wollen, wer hinter dem Wein steckt.

Pfarrer Koopmann gewann einen Preis für innovative Festgestaltung und wurde bald zu „höheren Weih‘n“ berufen. Die Gemeinde Erdfried-Altstadt indes konnte zügig die Kirche erneuern. Und wenn die Sponsoren an Bord des Kirchenschiffs waren, dann war sie manchmal noch voll. Sonst hatte keiner mehr was zu sagen - bis es dann eines Nachts still war.

Frohe Weihnachten!

Euer Pfarrer Hans-Gerrit Auel

 
(k)EIN Plan! Drucken E-Mail
Geschrieben von: Administrator   
Mittwoch, den 30. Oktober 2013 um 19:46 Uhr

(k)EIN Plan!

Liebe Christin, lieber Christ,

neulich bin ich gefragt worden, wo man am besten beginnt, die Bibel zu lesen. Von vorne bis hinten sei anstrengend. Stimmt! Und bevor man hinten niemals ankommt, was superschade wäre, möchte ich Dir sagen, wo und wie Du anfangen kannst.

Das wichtigste: Nimm nicht irgendeinen Bibelleseplan. Das ist was für später. Als Einstieg kannst Du das vergessen. Vergiss auch alles, was Du jemals meintest zu wissen über die Bibel. Es ist hinderlich, um endlich anzufangen und um irgendwann einmal endlich anzukommen. Es gibt zu viele Bilder, die sich falsch festgesetzt haben. Weg damit!

Vorschlag 1: Psalm 1 und Psalm 2. Wochenlang nur Psalm 1 und Psalm 2 lesen, laut lesen, bis sich Ps 1,2 erfüllt. Frag Dich selbst, wie Du als Baum aussähest. Von Ps 2 ausgehend wirst Du Dir Weihnachten neu erschließen.

Die Psalmen findest du in der Mitte der Bibel.

Vorschlag 2: Markus 14,1 - 16,8. Leiden, Tod und Auferstehung Jesu sind das Zentrum des christlichen Glaubens. Das Markus-Evangelium ist das älteste und echteste Evangelium. Und es ist im Gegensatz zu manch anderen biblischen Büchern aus einem Guss geschrieben (mit Ausnahme des letzten Abschnitts). Darum lies von Mk 14,1 bis 16,8. Das Markus-Evangelium endet mit der Flucht der sich fürchtenden Frauen. Du wirst also als Lesender alleine am offenen Grab gelassen. Dann beginn bei Markus 1,1 von vorne bis genau zu diesem Punkt (16,8). Danach lies die anderen Evangelien nach Belieben.

Alles über Jesus Christus findest Du im Neuen Testament, also weiter hinten.

Vorschlag 3: Das Alte Testament ist lang. Darum lohnen sich zwei Zusammenfassungen des Alten Testaments im Neuen Testament, die auch die Wege bis zu Jesus und den ersten Christen aufzeigen: Die Stephanus-Rede (Apostelge-schichte 7), der Glaubensweg im Alten Bund (Hebräer 11 und weiter bis 12,3).

Vorschlag 4: Der Minimal-Einstieg ist, den ersten Vers (1. Mose 1,1) und die beiden letzten Verse der Bibel zu lesen (Offenbarung 22,20+21). Du kannst dann die jeweils ersten zwei Kapitel und letzten beiden Kapitel lesen, aber da wird es schon schwierig. Lass die Bilder auf Dich wirken, und bleib offen. Manches ist anders, als du denkst.

Und nun fang an und dann sag mir, wo sich Dir Fragen auftun oder woran Du Interesse hast, weiterzulesen. Hiob, Paulus, die Propheten, alles wirst Du auflesen können. Also: Sprich mich auf die Bibel an. Dafür bin ich da. Dafür bin ich

 

Dein Pfarrer

Hans-Gerrit Auel

 
Wandern und wundern Drucken E-Mail
Geschrieben von: Administrator   
Dienstag, den 27. August 2013 um 23:00 Uhr

Wandern und wundern

Liebe Christen,

als die beiden Wanderer in die Kirche kamen, bemerkten sie einen Blindenstock, einen Rollator und ein Hörgerät im Altarraum. „Sieh mal“, sagte der eine, „hier können auch die Behinderten in die Kirche gehen. Alles hier ist behindertengerecht.“

Nach einem Moment der Stille sagte der andere: „Wenn es das wäre, dann hätten sie ihre Hilfen wieder mitgenommen. Ob sie ihre Krücken loslassen konnten, weil sie sie nicht mehr brauchten?“

Und sie saßen da und staunten.

Welche Erfahrung ist ihnen hier jenseits von Wallfahrt und Wohlfahrt wohl widerfahren?

Und sie standen auf, und in der aufgeschlagenen Altarbibel stand: „Blinde sehen und Lahme gehen, Aussätzige werden rein und Taube hören, Tote stehen auf, und Armen wird das Evangelium gepredigt; und selig ist, wer sich nicht an mir ärgert.“ (Matthäus 11)

Und sie lasen und hörten, und dann gingen sie.

„Glaubst du wirklich, dass …“

„Ja, was glaubst du denn?“

 

Euer Pfarrer

Hans-Gerrit Auel

 
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